Musikburg
Börninghausen (Preußisch Oldendorf)
 


Unterrichtsfächer

Für Kinder im Vorschulalter bieten wir die musikalische Früherziehung (MFE) an. Hier sollen besonders die akustisch-musikalischen Sinne der Kinder spielerisch entdeckt und durch Bewegung, Tanz, Hören und Singen gefördert werden. Ziel des Unterrichts ist es, die Neugierde und Freude an der Musik zu wecken, die emotionale, kognitive und motorische Fähigkeit zu fördern, die sich erwiesenermaßen positiv auf die allgemeine Lernbereitschaft und das Sozialverhalten auswirken, und die Kinder zum späteren Erlernen eines Instrumentes vorbereiten. Die musikalische Früherziehung findet in Gruppen (Gruppenstärke 4-6 Kinder, im Alter zwischen 4-6 Jahren) statt.

Die  Blockflöte ist ein beliebtes "Einstiegsinstrument", da sie klein und leicht ist und daher mühelos auch von kleinen Kinderhänden gespielt, werden kann. Trotzdem darf das Instrument nicht  nur als Einstiegsinstrument betrachtet werden. Die Literatur der Renaissance- und Barockzeit ist unerschöpflich und verlangt von den Flötisten den vollen Körpereinsatz. So sind heutige Flötisten wahre Virtuosen an ihrem Instrument und versetzen ihr Publikum in Staunen. Das ideale Einstiegsalter beträgt 6 Jahre.


Das  Saxophon hat seinen musikalischen Durchbruch im Jazz erfahren. Allerdings ist die gesamte Familie der Saxophone schon 1846 durch ihren Erfinder Adolphe Sax als Patent angemeldet. Seiner Historie folgend ist das Saxophon  nicht mit dem Jazz entstanden bzw. wurde gar nicht hierfür entworfen, sondern war eigentlich für die klassische „ernsthafte“ Konzertmusik vorgesehen, in der es sich allerdings bis heute nie (zumindest nicht ansatzweise wie im Jazz) behaupten konnte. Durch den sehr variablen und dynamische Klang des Instrumentes fühlt es sich in jeder Musikepoche wohl. Das ideale Einstiegsalter ist ca. 9 Jahre. Wichtig ist, dass der Zahnwechsel bei Kindern erfolgt ist.

Die  Klarinette ist in vielen Musikstilen zuhause und wohl auch deshalb so beliebt. Es ist ihr warmer, körperlicher und hölzener Ton, der die Komponisten, Musiker und Zuhörer immer wieder aufs Neue fasziniert. Der Ton der Klarinette wird mit Hilfe eines Holzblättchens im Mundstück erzeugt, deswegen gehört sie zu den Holzblasinstrumenten. So ist die Klarinette mit dem Saxophon verwandt, da die Mundstücke dieser beiden Instrumente sehr ähnlich aufgebaut sind. Die Klarinette genießt im Gegensatz zum Saxophon einen Stammplatz im Sinfonieorchester. Das Einstiegsalter liegt zwischen 7 und 9 Jahren. Wichtig ist, dass der Zahnwechsel erfolgt ist.

Das  Klavier, bzw. die Instrumentenfamilie der Tasteninstrumente, ist bis heute das prägenste Instrument. Die Musik in ihrer frühen mittelalterlichen Mehrstimmigkeit ist bis heute ohne Tasteninstrument kaum vorstellbar. Von der Entwicklung der antiken "Wasser-Orgel" zur heutigen Pfeifenorgel über das Cembalo und dem Clavichord zum Piano-Forte (wie es Mozart und Beethoven spielten) und unserem heutigen Klavier und Flügel, ist diese große Instrumentenfamilie nicht mehr wegzudenken. Das ideale Einstiegsalter beträgt 7 Jahre.

Die Orgel (von altgriechisch ὄργανον órganon Werkzeug, Instrument, Organ) ist ein über Tasten spielbares Musikinstrument, welches eine über 2000-jährige Geschichte aufweist. Orgeln sind seit der Antike bekannt und haben sich besonders im Barock und zur Zeit der Romantik zu ihrer heutigen Form entwickelt. Das erste orgelartige Instrument wurde um 246 v. Chr. von Ktesibios, einem Ingenieur in Alexandrien, konstruiert. Der Name des Instrumentes war „Wasser-Aulos“ oder Hydraulis (von altgriechisch ὕδωρ (hydor, Wasser) und (aulos, Rohr)), da mit Hilfe von Wasser ein gleichmäßiger Winddruck erzeugt wurde und Metallröhren aus Bronze die Spielpfeifen (abgestimmte auloi, womit auch oboenartige Instrumente bezeichnet wurden) bildeten. Die Winderzeugung durch Blasebälge kam erst später auf. Die Römer übernahmen die Orgel von den Griechen als rein profanes Instrument und untermalten Darbietungen in ihren Arenen mit Orgelmusik. Aufgrund des Einsatzes während der grausamen Arenakämpfe, bei denen auch Christen starben, wurde die Orgel von den frühen Christen nicht verwendet. Sehr viele Orgeln erfüllen liturgische und konzertante Aufgaben in Kirchen und Synagogen. Sie befinden sich auch in Konzertsälen, Musikhochschulen (Übeorgel), Schulen (Schulorgel) und Privathäusern (Hausorgel). Größere Orgeln verfügen in der Regel über viele Register, von Großorgeln spricht man ab etwa hundert Registern. Als derzeit größte Orgel der Welt gilt die Orgel der Atlantic City Convention Hall mit 314 Registern und 33.114 Pfeifen. Ihren einstigen Rang als lauteste Orgel der Welt musste sie inzwischen an die nur einregistrige Freiluftorgel Vox Maris in Yeosu (Südkorea) abtreten, die 138,4 dBA erreicht. (Quelle: Wikipedia). Die meisten Orgeln werden sowohl mit den Fingern als auch mit den Füßen gespielt. Das optimale Einstiegsalter beträgt 12 Jahre, eine Vorbildung im Fach Klavier ist empfehlenswert. Der Unterricht findet in Absprache mit der jeweiligen Kirchengemeinde statt.